Fire-Wire und USB Kameras von "The Imaging Source"

Die Einführung der Massenbildverarbeitung mit Programmen wie Giotto oder Registax hat in den vergangenen Jahren die Qualität von Planeten-, Mond- und Sonnenaufnahmen auf ein vorher nicht vorstellbares Niveau katapultiert. Gängige Kameras waren bisher handelsübliche Webcams, vor allen Dingen die "ToUCam" von Phillips. Das Hauptproblem der Webcams war und ist die hohe Komprimierung der Daten, die nötig war, um durch den USB1.1 Anschluß das Videobild von der Kamera in den Rechner zu bekommen. Die verschiedenen Mailinglisten und Astro-Foren sind voll mit Diskussionen, ab welcher Bildrate man zu starke Artefakte durch die Komprimierung erhält.
Mit den Kameras von The Imaging Source, die ich Ihnen auf dieser Seite vorstellen möchte, können Sie diese technischen Probleme getrost vergessen und sich vollständig auf Ihre Motive konzentrieren! Die Kameras von The Imaging Source liefern Ihnen eine Datenqualität, von der Webcam-Benutzer nur träumen können: Extrem geringes Rauschen in den Einzelbildern, bis zu 60 Bilder pro Sekunde ohne Komprimierung und maximale Belichtungszeiten von 60 Minuten. -und das alles ohne Umbauten, Lötarbeiten oder haufenweise Spezial-Programme auf Ihrem Rechner!
Die Kameras von The Imaging Source sind ursprünglich Industriekameras, deren ausgezeichnete Eignung für die Astronomie sich vor einigen Jahren herausgestellt hat. Die Kameras haben sich seit 1995 vom "Geheimtip" zum absoluten Renner entwickelt und sind international bei fast allen führenden Astrofotografen im Einsatz. -Die weltweit besten Mond- und Planetenaufnahmen werden in der Regel mit DMK von The Imaging Source Kameras erstellt! Für das Jahr 2008 wurden die Kameras von The Imaging Source als "Hot Product" ausgezeichnet.
Hier einige eigene Bilder die mit einer DMK Kamera aufgenommen wurden, beziehungsweise die Kamera am Instrument zeigen:
Welche Kameras gibt es?
Die DMK Kameras gibt es in allen erdenklichen Ausführungen, so daß auch für Ihre Ziele und Ihr Budget die passende Kamera dabei sein wird. Unterschieden wird nach der Chipgröße, Farb- oder Monochromeausführung, und Anschluß zum Computer.
Chipgrößen
Es stehen drei Chipgrößen zur Auswahl, die neben dem Gesichtsfeld auch die maximale Bildrate bestimmen:
| Auflösung (Pixel) |
Pixelgröße
|
Chipgröße
|
max. Bildrate |
|
640 x 480
|
5,6µm
|
4,6 x 3,97mm²
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60 fps
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1024 x 768
|
4,65µm
|
5,8 x 4,92mm²
|
30 fps
|
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1208 x 960
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4,65µm
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7,6 x 6,2mm²
|
15 fps
|
Schon mit der kleinsten (und damit preiswertesten) Kamera können Sie beeindruckende Bilder von Mond, Sonne und Planeten erstellen. Die Pixelzahl reicht aus, um alle Planeten auch bei großer Brennweite und hoher Auflösung vollständig im Bildfeld zu erfassen. Der Vorteil des kleinen Chips ist die hohe Bildrate von 60 Bildern pro Sekunde, der die Kamera auch für Beobachter von Sternbedeckungen interessant macht.
Die mittlere Kamera hat einen deutlich größeren Chip und liefert 30 Bilder pro Sekunde. (das entspricht der Bildrate, die bei Webcams nur bei maximaler Komprimierung erreicht wurde!) Der größere Chip macht sich vor allen Dingen bei Aufnahmen von Mond und Sonne positiv bemerkbar, da Sie größere Bildfelder auf einmal aufnehmen können.
Die größte Kamera hat einen so großen Chip, daß Sie auch ausgedehnte Fleckengruppen auf der Sonne oder ganze "Landschaften" auf dem Mond mit einer einzigen Videosequenz erfasst werden können. Die maximale Bildrate von nur 15 Bildern pro Sekunde kann allerdings bei Aufnahmen der großen Planeten zu Problemen führen, da diese sich teilweise so schnell drehen, daß Sie nicht schnell genug eine ausreichend große Zahl von Bildern auf Ihre Festplatte bekommen können, bevor die Rotation des Planeten zu einer Bewegungsunschärfe führt.
Wenn Sie vorwiegend Planeten aufnehmen möchten und Mosaik-Aufnahmen des Mondes aus 20 Einzelsequenzen keine Sorgenfalten auf Ihr Gesicht bringen, dann ist die kleinste Kamera die beste Wahl. Die mittlere Kamera ist in meinen Augen der ideale Kompromiß aus Gesichtsfeld und Bildrate, während die ganz große Kamera vorwiegend für Mondbeobachter zu empfehlen ist: Der Terminator und die Schatten ändern sich so langsam, daß die 15 Bilder pro Sekunde keine Einschränkung darstellen, während das große Gesichtsfeld maximalen Komfort bietet.
Farbe oder Monochrome
Alle Kameras gibt es mit einem Farbchip oder als monochrome Ausführung (Graustufen). Bei den Kameras mit Farbchip befindet sich auf dem Sensor vor den Pixeln eine Maske mit Farbfiltern. Diese sogenannte "Bayer-Matrix" besteht aus Gruppen von je einem Rot- und einem Blau sowie zwei Grünfiltern. Mit dem Bayer-RGB-Filter wird eine einfache Aufnahme von Farbbildern möglich, allerdings ist man auf die eingebauten Filter beschränkt. Da die Filter nur einen beschränkten Spektralbereich passieren lassen, ist die Empfindlichkeit der Farbkameras deutlich reduziert. Um das Farbbild zu errechnen, interpoliert die Software die Information benachbarter Pixel. Die Auflösung des Bildes ist daher geringer, als es die Pixelzahl erwarten läßt. Die Farbkameras sind in meinen Augen für die Amateurastronomie nur sehr beschränkt zu empfehlen: Die reduzierte Empfindlichkeit und Auflösung schränken die Arbeitsmöglichkeiten stark ein. Wenn es allerdings zum Beispiel in der Öffentlichkeitsarbeit darum geht, ganz einfach und am besten live ein Farbbild zeigen zu können, dann ist eine Farbkamera die richtige Wahl.
Im Gegensatz dazu haben die monochromen Kameras keine zusätzlichen Filter vor dem Sensor. Sie sind daher wesentlich empfindlicher und vielseitiger einsetzbar: Jedes Pixel empfängt vollständig das auftreffende Licht, und Sie haben als Anwender mit Filtern die volle Kontrolle darüber, was Ihre Kamera aufzeichnen soll: Ob das ein UV-Passfilter für Aufnahmen der Wolkenstrukturen auf der Venus, Rot-, Grün- und Blaufilter zum Erstellen von Farbbildern oder IR-Passfilter wie die Astronomik ProPlanet Filter sind, mit denen das Seeing dramatisch reduziert werden kann. Diese gezielte Wahlmöglichkeit haben Sie mit einer Farbkamera nicht!
Anschluß & Stromversorgung
Zum Anschluß an Ihren Rechner stehen alle Kameras wahlweise mit Fire-Wire (IEEE 1394) oder mit USB 2.0 Anschluß zur Verfügung. Über beide Anschlüsse ist die gleiche Datenrate möglich, daher ist diese Wahl ausschließlich von der technischen Ausstattung Ihres Rechners abhängig.
Die Kameras haben keine zusätzliche Stromversorgung, sondern werden über die jeweilige Schnittstelle mit Strom versorgt. Bei Desktop-Rechnern ist das in der Regel kein Problem, bei Laptops stellen die Buchsen jedoch häufig keine ausreichende Stromstärke zur Verfügung, so daß Sie in der Regel ein Y-Kabel benötigen werden, um ein zusätzliches Netzteil angeschließen zu können.
Bezeichnung der Kameras
Die Bezeichnug der Kameras mag ein wenig kryptisch erscheinen, liefert dafür aber alle wichtigen Informationen über die Kamera:
Die Monochrom-Kameras haben als zweiten Buchstaben ein "M", die Farbkameras ein "F" und die Bayer-Kameras ein "B", also DMK, DFK und DBK.
Dann folgen die Ziffern "21" für die Kameras mit 640x480 Pixeln, "31" für die Kameras mit 1024x768 Pixeln und "41" für die Kameras mit 1208x960 Pixeln.
Ein "F" in der Artikelbezeichnung steht für "FireWire/IEE1394", ein "U" für "USB 2.0".
Die letzte Zahl bezieht sich wieder auf die Chipgröße, wobei hier die Diagonale des Sensors angegeben wird: "4" für "1/4 Zoll", "3" für "1/3 Zoll" und "2" für "1/2" Zoll.
Der Zusatz "AS" bezeichnet die "Astronomischen Kameras". Bei den "Astronomischen Kameras" ist standardmäßig KEIN Infrarotblockfilter montiert.
Lieferumfang:
Der Lieferumfang besteht aus der eigentlichen Kamera, einem Anschlußkabel für USB 2.0 oder Fire-Wire Schnittstellen, einem Adapter vom C-Mount Gewinde der Kamera auf 1,25"-Steck und einer CD mit allen Treibern für Windows XP und Vista, sowie der ausgezeichneten Aufnahmesoftware IC-Capture.AS.
Sinnvolles Zubehör:
Wenn Sie die Kamera an einem Laptop betreiben möchten, benötigen Sie in der Regel für den Fire-Wire Anschluß ein Y-Kabel und ein Steckernetzteil.
Als weiteres Zubehör empfehle ich Ihnen einen Adapter auf T2-Gewinde, damit Sie vor Ihrer Kamera eine Filterschublade montieren können, um einfach und bequem Filter wechseln zu können. Ein Satz Astronomik LRGB Filter und die beiden ProPlanet IR Filter (742 & 807) erweitern die Arbeitsmöglichkeiten mit der Kameras enorm!
USB Kameras:
|
Bezeichnung:
|
Typ:
|
IR Sperrfilter |
Chipgröße
|
CCD |
Bildrate
|
Max. Belz. |
|
DMK 21AU04.AS
|
mono
|
nein
|
640 x 480
|
1/4"
|
60
|
60 min
|
|
DMK 31AU03.AS
|
mono
|
nein
|
1024 x 768
|
1/3"
|
30
|
60 min
|
|
DMK 41AU02.AS
|
mono
|
nein
|
1280 x 960
|
1/2"
|
15
|
60 min
|
|
DFK 21AU04.AS
|
color
|
ja
|
640 x 480
|
1/4"
|
60
|
60 min
|
|
DFK 31AU03.AS
|
color
|
ja
|
1024 x 768
|
1/3"
|
30
|
60 min
|
|
DFK 41AU02.AS
|
color
|
ja
|
1280 x 960
|
1/2"
|
15
|
60 min
|
|
DBK 21AU04.AS
|
color
|
nein
|
640 x 480
|
1/4"
|
60
|
60 min
|
|
DBK 31AU03.AS
|
color
|
nein
|
1024 x 768
|
1/3"
|
30
|
60 min
|
|
DBK 41AU02.AS
|
color
|
nein
|
1280 x 960
|
1/2"
|
15
|
60 min
|
Die Preise entnehmen Sie bitte der jeweils gültigen Preisliste.
Fire-Wire Kameras:
|
Bezeichnung
|
Typ
|
IR-Sperrfilter
|
Chipgröße
|
CCD
|
Bildrate.
|
Max. Belz.
|
|
DMK 21AF04.AS
|
mono
|
nein
|
640 x 480
|
1/4"
|
60
|
60 min
|
|
DMK 31AF03.AS
|
mono
|
nein
|
1024 x 768
|
1/3"
|
30
|
60 min
|
|
DMK 41AF02.AS
|
mono
|
nein
|
1280 x 960
|
1/2"
|
15
|
60 min
|
|
DFK 21AF04.AS
|
color
|
ja
|
640 x 480
|
1/4"
|
60
|
60 min
|
|
DFK 31AF03.AS
|
color
|
ja
|
1024 x 768
|
1/3"
|
30
|
60 min
|
|
DFK 41AF02.AS
|
color
|
ja
|
1280 x 960
|
1/2"
|
15
|
60 min
|
|
DBK 21AF04.AS
|
color
|
nein
|
640 x 480
|
1/4"
|
60
|
60 min
|
|
DBK 31AF03.AS
|
color
|
nein
|
1024 x 768
|
1/3"
|
30
|
60 min
|
|
DBK 41AF02.AS
|
color
|
nein
|
1280 x 960
|
1/2"
|
15
|
60 min
|
Die Preise entnehmen Sie bitte der jeweils gültigen Preisliste.
|